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Google Unternehmensprofil optimieren: So werden Sie lokal gefunden

Übernehmen, bestätigen, vollständig ausfüllen und aktuell halten – mit den Regeln, die Google für Namen, Einzugsgebiet und Bewertungen aufstellt

  • SEO

Wer „Malerbetrieb Friedrichshafen“ oder „Physiotherapie in der Nähe“ bei Google eingibt, sieht oft zuerst eine Karte mit mehreren Einträgen: Name, Sterne, Öffnungszeiten, ein Button zum Anrufen. Diese Einträge sind Unternehmensprofile. Sie kosten nichts, erscheinen in der Google-Suche und in Google Maps und sind für viele Interessierte das Erste, was sie von Ihrem Betrieb sehen.

Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihr Profil übernehmen und bestätigen, welche Angaben wirklich zählen und welche Regeln Google dabei aufstellt. Er richtet sich an Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien, Geschäfte und Vereine, die ihr Profil selbst pflegen oder gemeinsam mit ihrer Agentur besser nutzen wollen.

Wonach Google lokal sortiert

Für lokale Ergebnisse nennt Google drei Faktoren:

  • Relevanz: Wie gut passt Ihr Profil zur Suche? Laut Google helfen hier vollständige und ausführliche Angaben.
  • Entfernung: Wie weit ist Ihr Standort von dem Ort entfernt, nach dem gesucht wird oder an dem sich die suchende Person befindet?
  • Bekanntheit: Wie bekannt ist Ihr Unternehmen? Dazu zählen laut Google unter anderem Links auf Ihre Website und Bewertungen.

Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen, Relevanz und Bekanntheit dagegen schon. Einen bestimmten Platz kann Ihnen niemand zusichern, ein gepflegtes Profil verbessert aber Ihre Chancen.

Schritt 1: Das Profil übernehmen

Suchen Sie in Google Maps nach Ihrem Firmennamen und Ort. Nicht selten existiert bereits ein Eintrag, den niemand aus Ihrem Betrieb angelegt hat. Diesen beanspruchen Sie direkt im Profil. Gibt es noch keines, legen Sie es unter business.google.com/add neu an.

  • Das richtige Konto: Verwenden Sie ein Google-Konto, das dem Unternehmen gehört, nicht das private Konto einer einzelnen Person. Sonst verlieren Sie den Zugriff, wenn diese Person den Betrieb verlässt.
  • Wenn schon jemand anderes verwaltet: Hat eine frühere Agentur oder ein ehemaliger Mitarbeiter das Profil eingerichtet, fordern Sie die Inhaberschaft an. Google benachrichtigt die bisherige Inhaberin oder den bisherigen Inhaber, die drei Tage Zeit für eine Antwort haben. Bleibt die Antwort aus, können Sie das Profil unter Umständen selbst beanspruchen.

Schritt 2: Das Profil bestätigen

Mit der Bestätigung weisen Sie nach, dass Sie das Unternehmen tatsächlich vertreten. Welche Methoden zur Wahl stehen, legt Google selbst fest, abhängig unter anderem von der Art des Unternehmens, öffentlich verfügbaren Informationen, Region und Öffnungszeiten. Möglich sind:

  • Telefon oder SMS – Sie müssen unter der Geschäftsnummer direkt erreichbar sein, über ein automatisches Sprachmenü kommt der Code nicht an
  • E-Mail an die Adresse, die Google im Bestätigungsschritt anzeigt
  • eine Videoaufnahme, die Sie über das Profil hochladen
  • ein Live-Videoanruf mit Google
  • eine Postkarte mit Code an die Geschäftsadresse

Bei der Videoaufnahme kommt es auf drei Dinge an: Zeigen Sie, wo Sie sind (Straßenschild, Hausnummer, Umgebung), was Sie tun (Werkstatt, Fahrzeug, Arbeitsmittel) und dass Sie das Unternehmen verwalten, etwa indem Sie einen Betriebsraum aufschließen oder ein Geschäftsdokument auf den Namen im Profil zeigen. Das Video muss mindestens 30 Sekunden lang, am Stück aufgenommen und unbearbeitet sein. Danach prüft Google die Angaben laut eigener Aussage bis zu fünf Arbeitstage lang.

Schritt 3: Die Angaben, die zählen

Name

Tragen Sie den Namen ein, unter dem Ihr Unternehmen auch auf Schild, Briefkopf und Website auftritt. Zusätze wie „Malerbetrieb Friedrichshafen – günstig und schnell“ verstoßen gegen Googles Richtlinien; im schlimmsten Fall sperrt Google das Profil.

Kategorien

Wählen Sie eine Hauptkategorie, die Ihre Kerntätigkeit genau trifft. Weitere Kategorien ergänzen Sie nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten. Eine Zahnarztpraxis mit Schwerpunkt Kieferorthopädie ist mit zwei treffenden Kategorien besser beschrieben als mit acht ungefähren.

Adresse oder Einzugsgebiet

Empfangen Sie Kundschaft vor Ort, gehört die vollständige Anschrift ins Profil, genau so geschrieben wie im Impressum. Fahren Sie dagegen zu Ihren Kundinnen und Kunden, etwa als Dachdecker, mobiler Pflegedienst oder Hausmeisterservice, blenden Sie die Adresse aus und geben ein Einzugsgebiet an. Nennen Sie dabei nur Orte, die Sie tatsächlich bedienen.

Öffnungszeiten

Tragen Sie die regulären Zeiten und rechtzeitig auch Sonderöffnungszeiten ein, etwa für Feiertage, Brückentage oder Betriebsurlaub. Eine verschlossene Tür trotz „Geöffnet“ bei Google kostet Vertrauen.

Beschreibung

Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, was Sie anbieten, für wen und in welcher Region. Links gehören nicht in die Beschreibung, ebenso wenig Preise oder aktuelle Aktionen. Dafür gibt es Beiträge.

Telefon, Website und Fotos

Telefonnummer und Website müssen mit den Angaben auf Ihrer Website übereinstimmen. Laden Sie echte Fotos hoch: Außenansicht mit Eingang, Räume, Team, typische Arbeiten. Wer Ihren Eingang sucht, hat von Bildern aus einer Fotodatenbank nichts.

Änderungen prüft Google meist innerhalb von zehn Minuten, in manchen Fällen dauert es bis zu 30 Tage. Ändern Sie den Namen oder ziehen Sie um, kann eine erneute Bestätigung nötig werden.

Schritt 4: Bewertungen fair einholen

Bewertungen gehören zur Bekanntheit, einem der drei lokalen Faktoren. Google stellt Ihnen im Profil einen Link und einen QR-Code zur Verfügung, über die Kundinnen und Kunden direkt zur Bewertung gelangen. Setzen Sie sie dort ein, wo es natürlich passt: in der E-Mail nach Abschluss eines Auftrags, auf der Rechnung oder auf einer Karte am Empfang.

Googles Regeln sind dabei eindeutig:

  • kein Rabatt, kein Gutschein und kein Geschenk als Dank für eine Bewertung
  • nicht gezielt nur zufriedene Kundschaft um eine Bewertung bitten
  • Kritik nicht unterbinden, etwa indem Sie von negativen Bewertungen abraten

Wer dagegen verstößt, riskiert Einschränkungen: Google kann etwa vorübergehend keine neuen Bewertungen mehr annehmen oder im Profil einen Warnhinweis einblenden. Unser Rat darüber hinaus: Fragen Sie freundlich und ohne Druck – eine Bewertung, um die man gebeten wurde, ist freiwillig.

Auf Bewertungen antworten

Antworten Sie auf gute Bewertungen kurz und persönlich, auf kritische sachlich und ohne lange Rechtfertigung. Bieten Sie bei Beschwerden einen direkten Kontakt an, und nennen Sie keine Einzelheiten zur Person oder zum Auftrag, die der Verfasser nicht selbst öffentlich gemacht hat. Ihre Antwort lesen nicht nur die Verfasserin oder der Verfasser, sondern alle, die sich später ein Bild von Ihnen machen. Verstößt eine Bewertung gegen Googles Richtlinien, können Sie sie melden.

Schritt 5: Das Profil aktuell halten

Beiträge

Mit Beiträgen zeigen Sie Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen direkt in Suche und Maps: den Tag der offenen Tür, neue Sprechzeiten oder freie Ausbildungsplätze. Ein Beitrag kann ein Foto und einen Button mit Link auf Ihre Website enthalten.

Statistiken

Die Leistungsübersicht Ihres bestätigten Profils zeigt, wie oft es angezeigt wurde und mit welchen Suchbegriffen man Sie gefunden hat, dazu die Zahl der Anrufe, Routenanfragen und Klicks auf Ihre Website. Ein Blick pro Monat genügt, um zu sehen, ob sich Ihre Pflege auszahlt, etwa nach neuen Fotos oder einer geänderten Kategorie.

Was es nicht mehr gibt

Seit dem 31. Juli 2024 gibt es die Chatfunktion im Unternehmensprofil nicht mehr. Und die frühere App Google My Business gibt es seit 2022 nicht mehr: Sie verwalten Ihr Profil direkt in der Google-Suche oder in Google Maps, wenn Sie mit dem verknüpften Konto angemeldet sind.

Typische Fehler

  • Das Profil hängt am privaten Konto einer Person, die nicht mehr im Unternehmen ist.
  • Im Firmennamen stehen Suchbegriffe oder Ortsnamen.
  • Anschrift oder Telefonnummer weichen zwischen Profil, Website und Verzeichnissen ab.
  • Feiertage und Betriebsurlaub fehlen.
  • Die Fotos stammen aus der Zeit der Eröffnung.
  • Kritische Bewertungen bleiben unbeantwortet.

Ihr Profil und die KI-Suche

Die Übersicht mit KI und der KI-Modus sind Teil der Google-Suche. Ein vollständiges, korrektes Profil sorgt dafür, dass die Angaben zu Ihrem Unternehmen bei Google stimmig sind – eine gute Grundlage auch für KI-Antworten. Welche weiteren Punkte für die Sichtbarkeit in ChatGPT, Gemini und Co. zählen, zeigt unsere GEO-Checkliste.

Checkliste

  • Profil in Google Maps gesucht, beansprucht oder neu angelegt
  • Mit einem Konto des Unternehmens verknüpft
  • Bestätigung abgeschlossen
  • Name ohne Zusätze, treffende Hauptkategorie
  • Anschrift oder Einzugsgebiet, reguläre und besondere Öffnungszeiten
  • Beschreibung, Telefonnummer, Website und echte Fotos
  • Bewertungslink oder QR-Code im Einsatz, Antworten auf Bewertungen
  • Beiträge für Neuigkeiten, Statistiken einmal im Monat angeschaut

Lokal gefunden werden

Am meisten bewirkt Ihr Profil im Zusammenspiel mit der eigenen Website. Wie beides mit Ihren Inhalten und weiteren Einträgen zusammenwirkt und wie wir Sie dabei unterstützen, lesen Sie auf unserer Seite zu SEO und GEO. Lieber direkt sprechen? Rufen Sie uns an: 07551 839 91 30.

Häufige Fragen

Nein, das Profil selbst ist kostenlos. Sie können es selbst anlegen, bestätigen und pflegen. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Werbung bei Google schalten oder eine Agentur mit der Pflege beauftragen.

Google sortiert lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung zwischen Ihrem Standort und der suchenden Person können Sie nicht beeinflussen, deshalb sieht die Reihenfolge je nach Standort anders aus. Vollständige Angaben, treffende Kategorien, Bewertungen und Links auf Ihre Website stärken die beiden anderen Faktoren.

Nein. Der Name im Profil soll dem Namen entsprechen, unter dem Sie auch auf Schild, Briefpapier und Website auftreten. Zusätze wie Ortsnamen, Leistungen oder Werbeslogans verstoßen gegen Googles Richtlinien und können dazu führen, dass Google das Profil sperrt.

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