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GEO-Checkliste: So wird Ihr Unternehmen in KI-Antworten sichtbar

Fünf Etappen von eindeutigen Firmenangaben über KI-Crawler bis zum Monitoring – zum Abarbeiten und Abhaken

  • KI-Sichtbarkeit

Wer eine KI fragt „Welcher Elektrobetrieb in Ravensburg installiert Wallboxen für Mehrfamilienhäuser?“, bekommt keine Trefferliste, sondern eine Antwort mit zwei, drei Namen. Ob Ihr Unternehmen darunter ist, entscheidet sich nicht im Moment der Frage, sondern lange vorher: an der Klarheit Ihrer Website, an Ihrer Technik und daran, was andere über Sie schreiben.

Diese Checkliste führt Sie in fünf Etappen durch das Thema. Die meisten Punkte prüfen Sie ohne Programmierkenntnisse, für einige brauchen Sie Ihre Agentur oder Ihren Hoster. Was hinter dem Begriff GEO steckt, erklärt unser Beitrag SEO und GEO: Was der Unterschied für Ihre Sichtbarkeit bedeutet.

Vorab: Eine Nennung in ChatGPT, Gemini oder der Übersicht mit KI von Google kann niemand zusichern. Die Antworten entstehen aus vielen Quellen und verändern sich laufend. Die folgenden Punkte verbessern aber Ihre Ausgangslage, und fast alle helfen auch in der klassischen Google-Suche.

Etappe 1: Eindeutig erkennbar sein

Bevor eine KI Ihr Unternehmen empfehlen kann, muss sie es richtig zuordnen. Gibt es Firmen mit ähnlichem Namen oder widersprüchliche Angaben, wird das schwierig.

Ein Satz, der alles sagt

Formulieren Sie für Startseite und „Über uns“ einen Satz, der beantwortet, wer Sie sind, was Sie anbieten, wo und für wen. Zum Beispiel: „Die Muster Elektrotechnik GmbH ist ein Elektrofachbetrieb in Ravensburg und plant und installiert Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Gebäudetechnik für Wohnungseigentümergemeinschaften und Gewerbe in Oberschwaben und am Bodensee.“ Einen solchen Satz kann eine KI direkt verwenden.

Ein Name, eine Anschrift, eine Telefonnummer

  • Legen Sie eine verbindliche Schreibweise fest, inklusive Rechtsform, Straßenname und Format der Telefonnummer.
  • Gleichen Sie Website, Google Unternehmensprofil, Kartendienste, Branchenverzeichnisse wie Gelbe Seiten oder Das Örtliche, Social-Media-Profile und Einträge bei Kammern und Verbänden ab.
  • Nach einem Umzug oder einer neuen Nummer ändern Sie alle Einträge in einem Durchgang, nicht nach und nach.

Ein aktuelles Impressum

Das Impressum nach § 5 DDG ist für Maschinen eine der verlässlichsten Quellen für Firmenname, Rechtsform und Anschrift. Halten Sie es aktuell und von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar.

Etappe 2: Technisch erreichbar sein

Bei Google und Bing anmelden

Melden Sie Ihre Website in der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools an und reichen Sie jeweils Ihre XML-Sitemap ein. Microsoft bietet in den Bing Webmaster Tools seit Februar 2026 als öffentliche Vorschau den Bericht „AI Performance“ an, der zeigt, wie oft Ihre Seiten in Copilot und in den KI-Zusammenfassungen von Bing als Quelle genannt werden.

robots.txt bewusst einstellen

In der Datei robots.txt, erreichbar unter ihre-domain.de/robots.txt, steht, welche Crawler Ihre Seiten besuchen dürfen. Unterscheiden Sie zwischen Crawlern für die Suche und Crawlern für das Training von KI-Modellen:

  • Google: Für die Google-Suche einschließlich der Übersicht mit KI und des KI-Modus zählt der Googlebot. Der Eintrag „Google-Extended“ regelt, ob Ihre Inhalte für Gemini genutzt werden dürfen; auf die Aufnahme in die Google-Suche wirkt er sich laut Google nicht aus.
  • OpenAI: „OAI-SearchBot“ für die Suche in ChatGPT, „GPTBot“ für das Training. Wer OAI-SearchBot aussperrt, erscheint laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT.
  • Anthropic: „Claude-SearchBot“ für die Suche, „Claude-User“ für Abrufe auf Anfrage von Nutzerinnen und Nutzern, „ClaudeBot“ für das Training.
  • Perplexity: „PerplexityBot“ für die Suchergebnisse von Perplexity, laut Perplexity nicht für das Training von Modellen.

Möchten Sie das Training durch OpenAI ablehnen, in der ChatGPT-Suche aber erscheinen, genügen diese zwei Zeilen. OAI-SearchBot bleibt davon unberührt:

User-agent: GPTBot
Disallow: /

Steht dagegen bei OAI-SearchBot, Claude-SearchBot oder PerplexityBot „Disallow: /“, sind diese Suchdienste ausgesperrt. Das kann gewollt sein, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein.

Firewall und CDN prüfen

Auch ohne Eintrag in der robots.txt können KI-Crawler blockiert sein. Bei Cloudflare etwa lassen sich KI-Crawler nach Zweck sperren (Suche, Agenten, Training), und für neue Domains gelten dafür Voreinstellungen. Wer dort das KI-Training pauschal blockiert, kann damit sogar Googlebot und Bingbot aussperren, weil diese Crawler mehreren Zwecken dienen. Fragen Sie Ihren Hoster oder Ihre Agentur, welche Bot-Regeln für Ihre Website gelten.

Inhalte als HTML-Text ausliefern

Laut einer Auswertung von Vercel und MERJ vom Dezember 2024 führen die großen KI-Crawler von OpenAI, Anthropic und Perplexity kein JavaScript aus. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre wichtigsten Inhalte schon im HTML-Quelltext stehen: Öffnen Sie eine Seite, lassen Sie sich im Browser den Seitenquelltext anzeigen und suchen Sie darin nach einem Satz aus dem sichtbaren Text. Fehlt er, wird er erst per JavaScript nachgeladen.

Etappe 3: Zitierfähige Inhalte bieten

Die Fragen Ihrer Kundschaft beantworten

Sammeln Sie vier Wochen lang die Fragen, die am Telefon, per E-Mail und im Beratungsgespräch kommen. Daraus entstehen die besten Inhalte für Menschen und Maschinen.

  • Die Antwort steht im ersten Satz, Einzelheiten folgen danach.
  • Jeder Absatz ist auch für sich allein verständlich.
  • Konkrete Angaben statt Floskeln: Einzugsgebiet, Ablauf, Dauer, Voraussetzungen, Ansprechpersonen.
  • Jede wichtige Leistung hat eine eigene Seite mit eindeutiger Überschrift.

Wichtiges nicht verstecken

Öffnungszeiten, Leistungen und Kontaktwege gehören als Text auf eine HTML-Seite, nicht nur in ein Bild, ein PDF oder einen Slider. Google empfiehlt für seine KI-Funktionen ausdrücklich, wichtige Inhalte in Textform bereitzustellen.

Strukturierte Daten ergänzen

Mit strukturierten Daten nach schema.org beschreiben Sie Ihr Unternehmen maschinenlesbar. Für die meisten Unternehmen genügt der Typ „Organization“ oder „LocalBusiness“ mit Name, Anschrift, Telefon, Öffnungszeiten und Logo. Über „sameAs“ verknüpfen Sie Ihre offiziellen Profile, etwa bei LinkedIn oder Ihrem Branchenverband. Die Angaben müssen mit dem sichtbaren Text übereinstimmen, und spezielle Auszeichnungen für die KI-Funktionen verlangt Google nicht. Eine eigene Darstellung in den Suchergebnissen bringen FAQ-Auszeichnungen Unternehmenswebsites nicht mehr: Schon 2023 hat Google die FAQ-Rich-Results auf wenige Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich beschränkt.

Etappe 4: Vertrauen von außen aufbauen

Was andere über Sie schreiben, hat oft mehr Gewicht als Ihre eigene Darstellung, bei Menschen wie bei Maschinen.

  • Google Unternehmensprofil: vollständig, mit passender Kategorie, aktuellen Öffnungszeiten und Antworten auf Bewertungen. Google nennt für lokale Ergebnisse Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; zur Bekanntheit zählen auch Bewertungen und Links. Wie Sie das Profil pflegen, zeigt unser Beitrag Google Unternehmensprofil optimieren.
  • Kammern, Verbände, Netzwerke: Mitgliederverzeichnisse und Fachbetriebslisten mit aktuellem Eintrag und Link auf Ihre Website.
  • Regionale Presse: Berichte über Projekte, Jubiläen, Ausbildung oder Engagement vor Ort.
  • Referenzen: Projekte, die Sie und Ihre Kundschaft gegenseitig nennen, mit deren Einverständnis.
  • Fachbeiträge: mit Autorin oder Autor, Datum und Quellen.

Etappe 5: Beobachten und nachsteuern

Legen Sie eine Liste mit zehn Fragen an, die Ihre Kundschaft einer KI stellen würde, jeweils mit Leistung und Ort. Stellen Sie diese Fragen einmal im Monat ChatGPT, Gemini, Perplexity, Copilot und der Google-Suche und halten Sie fest:

  • Wird Ihr Unternehmen genannt, und in welchem Zusammenhang?
  • Stimmen Angaben wie Anschrift, Leistungen und Öffnungszeiten?
  • Welche Quellen nennt die KI: Ihre Website, Verzeichnisse oder Mitbewerber?

Weil die Antworten je nach Zeitpunkt und Person schwanken, zählt die Entwicklung über mehrere Monate. Ergänzend werten Sie den Bericht „AI Performance“ in den Bing Webmaster Tools und die Google Search Console aus. Taucht eine falsche Angabe auf, suchen Sie die Quelle und korrigieren Sie sie dort.

Was Sie sich sparen können

Rund um GEO werden Abkürzungen angeboten, die wenig bringen. Ein Beispiel ist die Datei llms.txt: Google unterstützt sie nach eigenen Angaben nicht, und laut John Mueller von Google wertet derzeit kein KI-System sie aus. Ebenso wenig brauchen Sie Texte, die in kleine Häppchen zerlegt oder eigens „für KI“ geschrieben sind. Google hält in seinem Leitfaden zu den generativen KI-Funktionen der Suche fest, dass die bewährten SEO-Grundsätze weiter gelten.

Die Checkliste zum Abhaken

  • Ein Satz: wer, was, wo, für wen – auf Startseite und „Über uns“
  • Name, Anschrift und Telefon überall identisch
  • Impressum aktuell und leicht erreichbar
  • Google Search Console und Bing Webmaster Tools eingerichtet, Sitemap eingereicht
  • robots.txt: Such-Crawler der KI-Dienste zugelassen, Training bewusst entschieden
  • Firewall und CDN auf Bot-Sperren geprüft
  • Wichtige Inhalte im HTML-Quelltext, nicht nur per JavaScript, Bild oder PDF
  • Kundenfragen direkt beantwortet, eine Seite pro Leistung
  • Strukturierte Daten zu Unternehmen, Anschrift und Öffnungszeiten
  • Google Unternehmensprofil gepflegt, Einträge bei Kammern und Verbänden aktuell
  • Monatlicher Test mit festen Fragen, Ergebnisse dokumentiert

Unterstützung bei GEO

Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen heute in KI-Antworten steht und welche Punkte bei Ihnen am meisten bewirken? Wir prüfen Technik, Inhalte und Einträge und setzen die Maßnahmen gemeinsam mit Ihnen um. Mehr dazu auf unserer Seite zu SEO und GEO oder telefonisch unter 07551 839 91 30.

Häufige Fragen

Ja, die beiden Zwecke lassen sich trennen. OpenAI nutzt GPTBot für das Training und OAI-SearchBot für die Suche in ChatGPT. Wer in der robots.txt nur GPTBot ausschließt, lehnt das Training ab und bleibt für die Suche erreichbar. Ähnlich trennt Anthropic zwischen ClaudeBot für das Training und Claude-SearchBot für die Suche.

Nach heutigem Stand nicht. Google unterstützt die Datei nach eigenen Angaben nicht, und laut Googles John Mueller nutzt derzeit kein KI-System sie. Ihre Zeit ist in klaren Inhalten, korrekten Firmenangaben und einer zugänglichen Technik besser angelegt.

Fragen Sie Ihren Hoster oder Ihre Agentur nach den aktiven Bot-Regeln. Bei Cloudflare zum Beispiel kann eine pauschale Sperre des KI-Trainings auch Googlebot und Bingbot treffen. Ein Blick in die Server-Logdateien zeigt außerdem, ob Crawler wie OAI-SearchBot oder PerplexityBot Ihre Seiten abrufen und welche Antwort der Server ihnen gibt.

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